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Die Geschich­tevom Zoggl­hof

Zogglhof

Es leb­te ein­mal

im Lan­de Kärn­ten, das Geschlecht der Koll­nit­zer, wel­ches in der Gegend um St. Paul im Lavant­tal gro­ße Län­de­rei­en besaß. Die­ses Land wur­de im Jah­re 1650 von den St. Pau­ler Stifts­her­ren käuf­lich erwor­ben, und sie errich­te­ten unter Abt Marchstal­ler einen Guts­hof, der nach dem Fal­ken „Sokol­hof“ genannt wur­de. Die unga­ri­sche Bezeich­nung stammt ver­mut­lich aus der Zeit Josef II., als das Stift auf­ge­ho­ben und in Koll­nitz ein „Kai­ser­li­ches Gestüt“ unter­ge­bracht war. Die heiß­blü­ti­gen Ungarn hin­ter­lie­ßen nicht nur den Namen für den Zoggl­hof son­dern auch bei so man­chem Lavant­ta­ler Mädl eine „leben­di­ge“ Erin­ne­rung. Nach die­ser Zeit wur­de der Guts­hof wie­der vom Stift bewirt­schaf­tet.

Vor ca. 40 Jah­ren

stell­te man die Vieh­wirt­schaft ein und es wur­de still am Zoggl­hof.

Aber im Som­mer 1995

kamen flei­ßi­ge Hand­wer­ker mit Schau­feln und Spa­ten und erweck­ten den Hof aus sei­nem Dorn­rös­chen­schlaf. Kein Wie­hern und Muhen son­dern das Rat­tern von Bau­ma­schi­nen ver­setz­te nicht nur so man­che Fle­der­maus in Auf­re­gung. Bei der Spa­ten­stich­fei­er Anfang August glaub­ten nur weni­ge dar­an, dass Mit­te Sep­tem­ber die Tore für die 1. Most­bar­kei­ten­mes­se offen ste­hen wür­den.

In den fol­gen­den Wochen wur­de geschau­felt, gemau­ert, gezim­mert und getä­felt und tat­säch­lich konn­te der Zoggl­hof am 14. Sep­tem­ber mit gespann­ten Segeln und begeis­ter­ter Mann­schaft auf gro­ße Fahrt gehen.

Im dar­auf­fol­gen­den Früh­jahr tra­fen sich die Bau­ar­bei­ter wie­der, um das Unter­ge­schoss zu revi­ta­li­sie­ren und so genü­gend Raum für die nun jähr­lich im Mai statt­fin­den­de Most­bar­kei­ten­mes­se zu schaf­fen.

Zu Beginn des Jah­res 1997

wur­de auch die Gale­rie der Most­bar­kei­ten in den Zoggl­hof über­sie­delt. Tau­sen­de Besu­cher hat das his­to­ri­sche Gebäu­de seit­her mit sei­nem attrak­ti­ven Ambi­en­te begeis­tert.

Die Gale­rieder Most­bar­kei­ten

Als der Ver­ein der Most­bar­kei­ten gegrün­det wur­de, hat man sich über­legt, auf wel­che Art und Wei­se die Pro­duk­te der Mit­glie­der prä­sen­tiert wer­den und unse­ren Gäs­ten einen Über­blick über die Pro­dukt­viel­falt geben kön­nen. Das Ergeb­nis der Über­le­gun­gen war die Schaf­fung der Gale­rie der Most­bar­kei­ten. Die Gale­rie ist sozu­sa­gen die Schnitt­stel­le zwi­schen den bäu­er­li­chen Pro­duk­ten und Ihnen als unse­ren Gast. Anfäng­lich im Stift St. Paul behei­ma­tet, ist die Gale­rie in den Zoggl­hof umge­zo­gen.
Die Gale­rie ver­an­stal­tet auf Wunsch kom­men­tier­te Ver­kos­tun­gen der Most­bar­kei­ten­pro­duk­te wahl­wei­se auch mit beleg­ten Bro­ten als Zuspei­se. Wei­ters ist ein Besuch der Gale­rie und des Zoggl­hofs nach Ver­ein­ba­rung mög­lich.

Kom­men­tier­te Ver­kos­tung

Ver­kos­tet wer­den eine Aus­wahl von Most­bar­kei­ten – Destila­ten. Mös­ten und Säf­ten. Auf spe­zi­el­le (Sorten-)Wünsche wird ger­ne ein­ge­gan­gen, soll­ten im Ide­al­fall aber bereits bei der Ver­ein­ba­rung bekannt sein.

Kos­ten: 6,– € | 9,– € mit beleg­ten Bro­ten
Grup­pen bis 15 Per­so­nen 20 € Sockel­be­trag
Teil­neh­mer­an­zahl: ab einer Grup­pe von 4 Per­so­nen

Kon­takt

Obmann Hans Kös­tin­ger
+43 4357 3141 oder +43 664 5202617
Hei­di Theu­er­mann
+43 4357 2782
Her­mi­ne Kopp
+43 664 3680507

Die Geschich­tevom Kärnt­ner Obst­bau

Unser Apfel gehört zur Fami­lie der Rosen­ge­wäch­se. Er soll einer Kreu­zung des Holz­ap­fels mit dem Zwerg­ap­fel ent­stam­men. Die ursprüng­li­che Hei­mat ist Klein­asi­en und der Kau­ka­sus. Die alten Grie­chen brach­ten aus Per­si­en eini­ge Obstar­ten in ihr Land.
Von dort aus gelang­te der Apfel nach Ita­li­en. Durch die Feld­zü­ge der Römer kam er ins heu­ti­ge Öster­reich. Beson­de­re Bedeu­tung bei der Kul­ti­vie­rung in Früh­zei­ten des Obst­bau­es kommt den Klös­tern zu. Bis etwa 1840 wur­de Obst vor­wie­gend zum Frisch­ge­nuss und als Dörr­obst geschätzt. Als Getränk ver­wen­de­te man auch in Kärn­ten Wein aus Trau­ben.
In die­ser Zeit rich­te­te die Reb­laus gro­ßen Scha­den an Reb­kul­tu­ren an. Es wur­de über­lie­fert, dass vor allem die Fran­zo­sen, die durch die Feld­zü­ge Napo­le­ons bei uns ein­mar­schier­ten mit den hier vor­ge­fun­de­nen Trau­ben­wei­nen nichts anzu­fan­gen wuss­ten, so wur­de seit damals Wein aus Obst her­ge­stellt, der bes­ser mun­de­te. Die Hoch­blü­te der Obst­wein­pro­duk­ti­on war um 1900. Im Lavant­ta­ler Obst­bau­mu­se­um, im Kom­pe­tenz­zen­trum Zoggl­hof, ist auch doku­men­tiert, dass vor allem in der Zwi­schen­kriegs­zeit und noch nach dem Zwei­ten Welt­krieg Obst­wein aus dem Lavant­tal auch in die auf­stre­ben­de Indus­trie­re­gi­on der Ober­stei­er­mark und bis nach Wien gelie­fert wur­de.

Abso­lu­ter Tief­punkt in der His­to­rie der Obst­wei­ne war zwi­schen 1958 bis ca. 1970. Das Pro­dukt hat­te kei­ne Bedeu­tung mehr, es wur­de nur mehr von jenen kon­su­miert, die kein Geld hat­ten („Arme Leu­te Getränk“). Dem­entspre­chend ver­kom­men war auch die Qua­li­tät des Pro­duk­tes.

Ab 1970 begann man sich erst wie­der des beson­de­ren Wer­tes die­ses tra­di­tio­nel­len Kärnt­ner Pro­duk­tes zu ent­sin­nen. Seit 1995 pro­du­zie­ren die Most­bar­kei­ten neben den tra­di­tio­nel­len Wei­nen aus einem Obst­sorten­ge­misch auch sor­ten­rei­ne Apfel­wei­ne, wel­che immer grö­ße­ren Zuspruch erhal­ten.

Auch Obst­wein­ge­bie­te in der Stei­er­mark, wie auch in Ober- und Nie­der­ös­ter­reich folg­ten unse­rem Schritt hin zur sor­ten­rei­nen Pro­duk­ti­on.

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Bei­trä­ge

Ter­mi­ne

Sa 04

Brenn­se­mi­nar Teil 2

4. Dezem­ber 2021 @ 13:00
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15. Janu­ar 2022 @ 13:00
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Essigs­emi­nar

22. Janu­ar 2022 @ 13:00
Sa 19

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19. Febru­ar 2022 @ 9:00
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